Kanalnetz
Das Kanalnetz der Gemeindewerke Vogtei ist insgesamt über 35 km lang. Unterteilt wird es in Ortsnetze, Haupt- und Verbindungssammler.
Die Ortsnetze sind unterschiedlich alt. Während in den Vogteidörfern Kanäle teilweise 50 Jahre und älter sind.
In der Vergangenheit wurde in den Kanälen der Ortsnetze vorwiegend Steingut- und Betonrohre eingesetzt. Diese Materialien kommen in modernerer Form, vor Allem mit verbesserten Dichtungen auch heute noch zum Einsatz. Bei kleineren Querschnitten (100 – 300 mm Durchmesser) wurden sie aber in den letzten 15 Jahren von Kunststoffen verdrängt.
Je nach Belastung sind in den Ortskanalisationen Rohrquerschnitte bis zu einem Durchmesser von 600 mm verbaut.
Dies trifft ebenfalls für die Hauptsammler zu. Diese und auch die Verbindungssammler weisen besonders in der Ortslage Niederdorla auch größere Durchmesser (bis 1200 mm) auf.
Aufgrund unzureichender Gefällesituationen erfolgt der Transport des Abwassers auch am Opfermoor Niederdorla, im Grundmühlenweg in Niederdorla, im Metzlochweg in Oberdorla, in der Mühlhäuser Straße in Langula und in der Oberdorlaer Straße in Langula über Pumpwerke.
Aktuell liegt der Anschlussgrad in der Gemeinde Vogtei bei über 99%, so dass nur noch vereinzelt dezentrale oder individuelle Lösungen bestehen und der Großteil der Bevölkerung an eine zentrale und ordnungsgemäße Abwasserentsorgung angebunden ist. Dies ist insgesamt als sehr positives Zeichen für den Gewässerschutz, hohe Umweltstandards und eine nachhaltige Entwicklung der Region zu bewerten. Dort, wo ein Anschluß aus technischen oder wirtschaftlichen Gründen nicht möglich ist, werden die vorhandenen dezentralen Lösungen weiter genutzt bzw. vollbiologische Kleinkläranlagen nach dem aktuellen Stand der Technik errichtet.
Die Erneuerung und Erhaltung des Kanalnetzes wird in den kommenden Jahren den Hauptschwerpunkt der Investitionstätgikeit der Gemeindewerke Vogtei ausmachen.
